Elektrogrill Garten Ratgeber

By | 19. März 2015

Ein Elektrogrill für den Garten muss gut ausgesucht werden

Cloer 6720 TestWer ein echter Grillmeister ist, grillt nur auf Holzkohlegrills, so meinen viele. Wer es einfacher mag, setzt lieber auf einen Elektrogrill. Hier wurden diese beiden Grills und zusätzlich Gasgrills einem Vergleich unterzogen. Es konnte gezeigt werden, dass die Qualität von guten Grillergebnissen nicht vom Brennstoff abhängt.

Thomas Gottschalk lockte im Februar, mit seiner Sendung „Wetten dass…?“ über 500 Grillbesitzer ins Freie und zwar vor das Brandenburger Tor. Denn bei dieser Stadtwette ging es um die Wust, im wahrsten Sinne des Wortes. Unzählige Formen und Arten von Garten Grills waren dort zu finden. Säulengrill, Kugelgrill, Rundgrill, pompöser Grillwagen und primitiver Einweggrill, hier war alles vertreten. Doch mit welchem Grill kann man denn nun am besten grillen?

Bei „Wetten dass…?“ konnte diese heiße Frage nicht geklärt werden, deswegen haben wir jetzt diesen Vergleich gestartet. Für den Erfahrungsbericht wurden folgende Grills ausprobiert: sieben Elektrogrills, drei Gasgrills und neun Holzkohlegrills. Im Elektrogrill Vergleich ergaben sich bei einigen Grills erhebliche Mängel, die mitunter sehr gefährlich werden können, speziell wenn es sich um ein feuchtfröhliches Grillfest handelt.

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Kippende Grills

Besonders gefährlich sind Grills, die keinen festen Stand haben und schnell umkippen, wenn man gegen sie stößt. Gerade bei einem Fest mit mehreren Personen kann das schnell passieren, deshalb bekamen fünf Grills von Haus aus ein „Ausreichend“ in der Kategorie Sicherheit. Viel zu schnell kippten der Elektrogrill von Germatic und der Rundgrill von Landmann. Der Tefal Grill fiel vom Gestell, da dieser nur lose aufgelegt war (er macht sich vielleicht als Tischgrill besser). Bei den Sheriff-Grills von Peiga und Landmann knickten unerfreulicher Weise die Standbeine ab.

Im Punkto Sicherheit, fiel den Testpersonen auch auf, dass die meisten Holzkohlegrills sehr lange Schrauben hatten, an denen sich die Nutzer im Gebrauch verletzten könnten

Was jedoch noch viel schwerwiegender war, war der Mangel, den der Gas-Grillwagen von Landmann, mit dem bauchgleichen Peiga aufwies. Beide übrigens im oberen Preissegment bei 169 Euro angesiedelt. Bei diesen Grills entsprach die Zündung nicht der Norm, des Öfteren schlug die Gasflamme zurück ins Rohr und brannte dort. Auch im Betrieb waren die Flammen nicht optimal verteilt, so wie sie sein sollten. Es flammten nicht gleichgroße Flämmchen über den Grill verteilt, sondern die Flammen brannten mal groß, mal klein und manchmal auch überhaupt nicht. Diese Grills erhielten als einzige im Vergleich die Note „mangelhaft“.

Ein Griller braucht Geduld, doch auch in der Montage? Auf jedem Fall braucht er das bei dem Landmann Grillwagen. Dieser besteht nämlich aus 91 Klein- und 31 Grillteilen, diese wollen erst mal an Ort und Stelle gebracht werden. Beim Gas-Grillwagen von Landmann und dem von Peiga sind es ebenfalls stolze 81 Einzelteile und beim Camping Gaz Expert darf man sogar 120 Einzelteile zusammen bauen.

Auch beim Aufheizen des Grills braucht man Zeit. Der Landmann Schwenkgrill und Grillset und alle baugleichen Grills brauchen etwa 50 bis 55 Minuten, bis drei Viertel der Holzkohle mit einer 6720 Grillflächedünnen, weißen Ascheschicht überzogen sind. Holzkohlebriketts müssen noch etwas länger angeheizt werden, jedoch halten diese die Temperatur besser. Der Grillmeister mit dem Grillfass von Peiga und Landmann ist da schon etwas schneller. Schon nach etwa zwanzig Minuten hatte die Kohle hier die richtige Temperatur.

Viel schneller als Holzkohlegrills sind natürlich die Elektro- und Gasgrills. Im Vergleich brauchten alle Grills zwischen fünf und 15 Minuten. Bei diesen Grills ist ein entscheidender Vorteil, dass bei ihnen niemals Brennstoff nachgefüllt werden muss. Bei einem Gasgrill muss auch nicht wirklich oft nachgefüllt werden, jedoch fehlen bei diesen beiden Grillarten das typische Knistern und der Geruch der beliebten Holzkohle.

Eine Grilltemperatur von bis zu 330 Grad Celsius

In der Grilltemperatur, sowie der Länge der Grillzeit gab es enorme Unterschiede. Wer besonders lange Grillabende mag, sollte lieber auf einen Elektrogrill oder Gasgrill setzen. Diese können die benötige Temperatur am längsten halten.

Einen nur sehr kurzen Grillspaß bekommt man mit dem Landmann Grillset 0600 und seinen Baugleichheiten. Nach schon 20 Minuten reichte die Temperatur zum Grillen nichtmehr aus und ein Nachfüllen von Kohle funktioniert bei diesem Einweggrill nicht. Wer weiter Grillen möchte, muss eine neue Grillschale anheizen, bis dann aber eine weitere Portion auf den Grill kann, muss man wieder fünfzig Minuten warten. Je nach Holzkohlegrill lagen die erreichten Temperaturen zwischen 170 ° beim Grillset von SIA und Landmann und 330 ° Celsius beim Weber.

Zu den größten Temperaturunterschiedenen auf den Grillflächen und zwar bis zu 230 Grad Unterschied, kam es bei den Gasgrillen. Die Temperatur lässt sich dabei über die Gaszufuhr oder beim Holzkohlegrill über die Luftzufuhr regeln.

Bis auf den Siemens, der lediglich mit einem Ein- und Ausschalter ausgestattet war, hatten alle Elektrogrills einen Temperaturregler. Der Ein- und Ausschalter fehlte dafür bei ihnen. Ausschalten ließen sich die Geräte nur durch Ziehen des Netzsteckers.

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Indirektes Grillen

Der Grillwagen und der Gussgrill von Peiga und Landmann sind für indirektes Grillen mit Holzkohle sehr gut geeignet. Beim indirekten Grillen, wird das Grillgut nicht direkt über der Glut gegrillt, sondern das Glutbett steht senkrecht daneben.

Die Elektrogrills sind fast alle so konstruiert, dass beim Grill kein Fett auf die Heizstäbe tropfen kann. Hier stachen lediglich der Siemens und der Germantic heraus, hier befanden sich die Heizelemente offen, unter dem Rost

Komfortable Reinigung

Bei den Holzkohlegrills lassen sich die Roste einfach herausnehmen und reinigen und auch der Aschekasten lässt sich komfortabel leeren. Der Einweggrill muss überhaupt nicht gereinigt werden, Spülmaschinenfestdie Aluschale wird mit dem kompletten Inhalt entsorgt.

Bei den Gas- oder Elektrogrills ist die Reinigung mal mehr, mal weniger umständlich. Die Fettauffangwannen lassen sich bei den einen gut und bei den anderen nur umständlich entnehmen. Der Steba, der Severin und der Germatic haben überhaupt keine gesonderte Auffangschale, woraus sich der Nachteil ergibt, dass das Geräteunterteil umgekippt werden muss, damit das Wasser herausfließen kann. Das Wasser muss vor dem Grillen eingefüllt werden, damit sich das Gerät nicht erhitzt, des Weiteren soll es eine Qualm Entstehung verhindern.

Tipps der Hersteller. Einzelne Teile der Elektrogrills von Siemens, Steb aund Petra electric, sowie des Grilladero lassen sich einfach in die Spülmaschine stellen. Diese Teile sind jedoch meist so sperrig, dass sie einen kompletten Spülkasten in Anspruch nehmen. Das komplette Gegenteil konnte bei Rommelsbacher gefunden werden, denn seine Grillplatte darf noch nicht mal in Wasser getaucht werden.

Der nächste Sommer kommt bestimmt und wer sich einen Grill anschaffen will, sollte sich genau überlegen, was er von diesem erwartet. In der Ausgabe 02/2016 hat die Zeitschrift „Haus & Garten Test“ im Vergleich insgesamt 12 Grills getestet. Die getesteten Modelle waren acht Elektrogrills und vier Gasgrills. Geprüft wurde in den Kategorien Ökologie, Funktion, Sicherheit, Handhabung und Verarbeitung.

zur Standgrill Empfehlung: STEBA VG 350

Als Testsieger der o.g. Quelle ging bei den Gasgrills der Campingaz El Prado 2200 Deluxe Gasgrill hervor. Dieser Grill grillt das Grillgut auf einer großen Grillfläche, bei gleichmäßiger Hitzeentwicklung. Die stufenlose Wärmeregelung garantiert komfortables Grillen und je nach Bedarf, lässt sich die Temperatur separat für die linke und die rechte Auflagefläche des Grills regulieren. Auch die Reinigung ist bei diesem Gasgrill kinderleicht, da der Grillrost teflonbeschichtet ist. Der Grillrost kann auch komplett in die Spülmaschine gelegt werden, so werden zuverlässig alle Grillreste entfernt. Im Preisvergleich ist dieser Gasgrill derzeit für rund 600,00 Euro zu bekommen.

Auf dem zweiten Platz landete der Tepro Portland, der vor allem durch seine leichte Montage glänzte. Im Vergleich zu den anderen Grills, konnte dieser Gasgrill auch mit komfortablen Ablageflächen punkten. Diese lassen sich links und rechts ausklappen. Zum Transport einfach wieder einklappen und das Gerät ist wieder kompakt und lässt sich leicht transportieren. Im Grillvergleich konnte dieses Produkt die Testpersonen jedoch nicht komplett überzeugen.

Der dritte Platz ging bei den Gasgrills an den Landmann-Peiga Pantera. Von den Grilleigenschaften, waren die Tester absolut überzeugt, jedoch wurde im Vergleich die Standfestigkeit bemängelt. Grundsätzlich steht der Grill zwar sicher, doch beim Rollen zum Einsatzort, sowie beim Anstoßen des Modells, wackelte es allerdings verdächtig. Die Gasflasche lässt sich erfreulicherweise leicht justieren und ist solide integriert.

Dieser Grill ist für etwa 200,00 Euro zu bekommen. Im Preisvergleich kann man den Landmann Peiga Grill jedoch schon für 49,00 Euro bekommen, hinzu kommen lediglich die Versandkosten.

Unser GRILL-SIEGER für den Garten:

Bei den verglichenen Elektrogrills ging der Cloer Barbecue-Grill 6720 als Sieger hervor. Der schicke Grill, lässt sich auch komfortabel als Tischgrill nutzen. Der Elektrogrill konnte in seiner Funktionalität absolut überzeugen und punktete vor allem mit seiner kurzen Aufwärmzeit. Auch beim Grillen konnte der Grill allen Anforderungen gerecht werden. Der Grill verfügt über eine hohe Leistung und lässt sich sehr einfach reinigen. Die Verbraucher bezeichneten den Grill deshalb als das Rundum-Sorglos-Paket.

Durchschnittlich bekommt man den Grill für etwa einhundert Euro. Wer sich jedoch bei diversen Online Shops umsieht, kann den Cloer Barbecue Grill auch schon für etwa zwanzig Euro finden.

Der Steba VG 300 landete auf dem zweiten Platz. Er überzeugte mit der kürzesten Anwärmzeit, von allen verglichenen Grills. Auch dieser Grill lässt sich leicht reinigen, da bei ihm die Einzelteile einfach entnommen werden können. Da die Heizelemente zuverlässig vor Verschmutzung geschützt sind, müssen diese gar nicht gereinigt werden. Der Grill konnte auch mit seinen schonenden Grilleigenschaften punkten und das Verhältnis von Garzeit und Energieverbrauch ist bei dem Elektrogrill ausgeglichen. Der Spritz- und Windschutz erfüllt bei dem Grill zuverlässig seinen Zweck.

Dieser Grill ist für ungefähr 100 Euro zu bekommen. Auch hier kommt es auf den Shop an, denn bei manchen ist die Lieferung versandkostenfrei.

Der Outdoorchef City Electro 420 erzielte den dritten Platz. Die Temperatur lässt sich bei ihm funktionell und einfach regeln. Des Weiteren reagiert diese schnell und ist gut ablesbar. Er erreicht maximal eine hohe Temperatur von 350 ° Celsius, was ihn zu einem besonders heißen Grill macht. Mit ihm ist auch das „Hot Grilling“ kein Problem.

Mit rund 200,00 Euro ist man bei diesem Elektrogrill dabei, im Internet lassen sich jedoch auch Produkte um die 180,00 Euro finden.

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